Thema: Perlen meines Schuljahres

Inspiriert durch das Motto des evangelischen Kirchentages "Perlen des Glaubens", haben wir uns überlegt, dass wir in einem Schuljahr ganz viele Kostbarkeiten für uns entdecken, gewinnen, mitnehmen. Ausgehend von den Gedanken, denen die "Perlen des Glaubens" zugrunde liegen, haben wir versucht, die eigenen Perlen des Schuljahres am Ende zu entdecken und sie mit den "Perlen des Glaubens" zu verbinden.

Im Vorfeld machten wir uns selbst mit der Bedeutung der einzelnen Perlen vertraut. Dabei fanden wir, dass die Bezeichnung "Perle der Taufe" zu exklusiv ist. Schließlich besuchen alle Schüler/innen im Klassenverband unsere Gottesdienste und alle sollen sich dort wiederfinden. Für mich ist es eine Gnade (unverdient beschenkt zu sein) getauft zu sein, von der Botschaft Jesu schon sehr früh gehört zu haben, zu einer Gemeinschaft von Glaubenden zu gehören und damit im Glauben wachsen, reifen und alt werden können. Aber nicht alle sind getauft oder gehören einer christlichen Konfession an. Wir waren uns sicher: Weil Gott ihnen das Leben schenkte, sie ins Leben rief, ist eigentlich Gnade, und seine liebende und wohlwollende Zuwendung zu jedem Menschen ist Gnade. Diese liebende und wohlwollende Zuwendung erfahren wir immer wieder, jeden Tag, besonders dann, wenn wir Krisen überstehen, daraus was mitnehmen und unser Leben so einrichten können, dass es uns gut geht. Wir erfahren diese liebende und wohlwollende Zuwendung auch durch die vielen, oft kleinen, Zuwendungen von anderen: in einem freundlichen Lächeln, in einem Gespräch, in einem Impuls, in vielen Begegnungen.... Daher nannten wir diese "Perle der Taufe" "Perle der Zuwendung". Damit konnten unsere Schüler/innen etwas anfangen.

Vorbereitend mussten natürlich Perlen angemalt werden.

Mit Schülern und Schülerinnen zusammen starteten wir eine große Malaktion auf dem Pausenhof

Dazu ziehen Lehrer/innen auch schon mal Schürzen an. Natürlich war die Malaktion ökumenisch

1. Station:

Gestaltete Mitte mit großen Perlen (Auswahl der Farben) verteilt auf einem Tuch, Schatztruhe

1.1. Stuhlkreis:
• Kurze Einführung über die Perlen: Sind wertvoll, u. U. lange gewachsen oder in liebevoller Arbeit hergestellt, sind schön, kostbar – in der Natur gewachsene Perlen finden wir in Muscheln – ist für eine Muschel sicher nicht immer angenehm, wenn eine Perle in ihr wächst.
• Impuls: Was ist für mich wertvoll?

1.2. Schreibgespräch: (Material liegt auf Tischen bereit)
Die Auswahl der Farben haben natürlich eine Bedeutung – sind nicht zufällig so. Du hast die Möglichkeit, dir einmal Gedanken darüber zu machen, was für dich kostbar und wertvoll ist und welchen dieser Farben du deine „Perlen“ zuordnest. Dazu liegen große Plakate aus. Bei jedem Plakat findest du Stifte. Schreibe deine Idee, deinen Gedanken einfach auf das entsprechend farbige Plakat. (Auf großen Plakaten in den Farben der Perlen) Was verbinde ich mit den verschiedenen Farben… Was ist für mich wertvoll (liegt auf einem Zettel in der Mitte und wird beim Arbeitsauftrag aufgedeckt)

1.3. Wir treffen uns im Stuhlkreis: (beschriftete Plakate werden mitgebracht)
Wer möchte, kann sich zu dem, was er jetzt beim Schreiben erlebt hat, noch kurz äußern…
Schüler/innen bekommen Anweisung für die nächste Station und nehmen ihre Plakate mit
Verabschiedung der Klasse

 

Oben links: gestaltete Mitte und rechts: Schüler und Schülerinnen beschriften die ausgelegten Pakate mit ihren Gedanken und Erlebnissen, die zu diesen Farben passen.

2. Station:

Gestaltete Mitte mit den gleichen Perlen, allerdings mit zu einem Kreis gelegt, wie es nach den Gedanken „Perlen des Glaubens“ sein soll. Bitte hier nachsehen
Zu den einzelnen Perlen kommen die Wortkarten.
Zettel für jeden Schüler: „Meine Perlen in diesem Schuljahr“
Farbstifte

2.1. Erklärung der Perlen: (Stuhlkreis)

( Statt der Perle der Taufe (moslemische, buddhistische Schüler/innen und nicht getaufte Schüler/innen) verwenden wir, um die Schülerinnen nicht auszuschließen den Betriff „Perle der Zuwendung“.
• Impuls: Wo hast du Zuwendung erlebt und was heißt das für dich?

• Fehlen dir Farben? Welche? Was verbindest du damit?
2.2. Einzelarbeit:
SS erhalten einen Zettel „Meine Perlen in diesem Schuljahr“ und füllen ihn entsprechend aus.

2.3. Verabschiedung:
SS erhalten Informationen zur 3. Station und werden verabschiedet

3. Station:

Vorbereitete Mitte, Stuhlkreis wie in der 2. Station, viele unterschiedliche Perlen, Schnüre vorbereitet

3.1. Ankommen
SS nehmen im Kreis Platz… Begrüßung durch die Lehrkraft, kurzes Feedback zu ihren Zetteln „Meine Perlen in diesem Schuljahr“

3.2. Basteln eines eigenen Perlenbandes:
Ihr habt euch viele Gedanken über eure Perlen dieses Schuljahres gemacht. Du darfst jetzt nach deinen Vorstellungen dein Perlenband basteln, wie es für dich passt und als Erinnerung an die Kostbarkeiten, die du in diesem Schuljahr erfahren hast, mitnehmen.

3.3. SS treffen sich zum Abschluss im Stuhlkreis
Wer will, kann kurz etwas sagen…
Unsere Perlen sind nicht selbstverständlich. Es sind Kostbarkeiten, für die wir dankbar sein können.

Gebet mit den großen Perlen in der Mitte – vielleicht die jeweilige Perle in die Hand nehmen…

Der so entstandene Schmuck gefiel - waren die Perlen doch verbunden mit vielen sehr guten Erlebnissen des Schuljahres. Er diente als Arm- und Fußschmuck. Bei manchen Schüler/innen entstand ein Anhänger für das Federmäppchen, wenn man für sich nicht genug Perlen entdeckte.


Schulpastoral