Unser letzter Stationengottesdienst mit dem Thema "Dieser Weg", den wir am Ende des Schuljahres 2005/2006 mit unseren SchülerInnen feierten

Immer, wenn man in diesem Sommer das Radio anhatte, hörte man das Lied von Xavier Naidoo "Dieser Weg...". Wir dachten, dass das Lied eigentlich Grundlage für einen Stationengottesdienst sein könnte. So haben ihr ihn rund um dieses Lied aufgebaut, weil unsere SchülerInnen auch eine Wegstrecke durch das Schuljahr hinter sich haben und auch noch durch einige Schuljahre vor sich haben. So sah dann der Gottesdienst aus:

1. Station:


1. Ankommen
2. Begrüßung
3. Ablauf erklären


4. Mitte betrachten...(Weg aus Sand, Steine...Blumen, Sterne auf dunklem Tuch) – Gedanken: Das Schuljahr neigt sich dem Ende. Wir können sagen: Gott sei Dank. Viel ist passiert in einem Jahr, viel Schönes, viel Schreckliches. Vieles ist uns gelungen. Unseren Weg haben wir geschafft. Dieser Weg, das wussten wir am Anfang, wird kein leichter sein..


5. Lied: Dieser Weg von Xavier Naidoo anhören....


6. Was ist mir so hängen geblieben oder was ist für mich eine wichtige Botschaft? Die Schüler sagten jeweils einen Satz, ein Wort, ein Gedanke, der ihnen an diesem Lied wichtig war. Manchmal kam noch eine Erklärung dazu, z. B. "Setz dein Segel nicht, wenn der Wind das Meer aufbraust". Dazu gab es unterschiedliche Erklärungen: "Man soll sich, wenn es Ärger gibt, nicht aus dem Staub machen", oder "Man soll sich nicht in Gefahr begeben.


7. Evtl. Lied noch einmal anhören

8. SchülerInnen in die nächste Station entlassen
Material: blaues Tuch, Sterne, Blumen, Sand, Steine, CD-Player, CD mit „Dieser Weg“

2. Station:


1. Was war steinig in diesem Schuljahr?
2. Wie bin ich mit den Steinen auf meinem Weg umgegangen?
3. Welche Steine brachten mich zum Stolpern?
4. Welche konnte ich wegräumen?
5. Welche nehme ich mit ins nächste Schuljahr? Muss ich Angst haben, dass sie mich erdrücken?


6.
Ein afrikanisches Märchen Ben Sadok und die junge Palme "Durch eine Oase ging ein finsterer Mann: Ben Sadok. Er war so gallig in seinem Charakter , dass er nichts Gesundes und Schönes sehen konnte, ohne es zu verderben. Am Rande der Oase stand ein junger Palmenbaum in bestem Wachstum. Der stach dem finsteren Araber in die Augen. Da nahm er einen schweren Stein und legte ihn der jungen Palme mitten in die Krone.Mit einem bösen Lachen ging er nach dieser Heldentat weiter. Die junge Palme schüttelte und bog sich und versuchte, die Last abzuschütteln. Vergebens. Zu fest saß der Stein in ihrer Krone. Da krallte sich der junge Baum tiefer in den Boden und stemmte sich gegen die steinerne Last. Er senkte seine Wurzeln so tief, daß sie die verborgene Wasserader der Oase erreichten, und stemmte den Stein so hoch, daß die Krone über jeden Schatten hinausreichte. Wasser aus der Tiefe und Sonnenglut aus der Höhe machten eine königliche Palme aus dem jungen Baum.Nach Jahren kam Ben Sadok wieder, um sich - wie er meinte - an dem Krüppelbaum zu erfreuen. Er suchte vergebens. Da senkte die stolze Palme ihre Krone, zeigte den Stein und sagte. "Ben Sadok, ich muss Dir danken; Deine Last hat mich ich stark gemacht."

3. Station:


1. Gestaltete Mitte mit Weg und Zettel: „Was bietet das Leben so viel mehr?“
2. Korb mit verschiedenen Dingen: Ball, Schmuck, Bücher, Musik, Sportsachen, Herz, schöne Bilder, gutes Zeugnis, Urkunde
3. Jeder Schüler sucht sich etwas und sagt, was dieses „Mehr“ sein könnte
4. Dankekarte – wofür ich danke: SS: andere haben mir geholfen, ich habe erreich...
5. Segen:
„Der all gütige Gott erfülle dich mit seiner Gnade und Kraft,
auf dass du mit Gelassenheit ertragen kannst, was er dir schickt;
auf dass du lernst zu entbehren, ohne dadurch hart zu werden;
auf dass du fähig wirst zu leiden, ohne daran zu zerbrechen;
auf dass du Niederlagen hinnehmen kannst, ohne deine Selbstachtung zu verlieren;
auf dass du lernst, mit unerklärbaren Dingen zu leben ohne deine Hoffnung aufzugeben.
Er erfülle dich mit Mut und stärke dich mit Zuversicht,
auf dass du deinen Weg findest und ihn auch gehen kannst.
Er erfülle dich mit Geduld, Liebe und Güte, Demut und Barmherzigkeit,
auf dass du fähig wirst, mit deinen und den Fehlern anderer zu leben, ohne dich selbst in Frage zu stellen, dich und andere anzunehmen als ein Geschöpf, das von Gott geliebt wird.
So segne dich, der Herr, dein Gott und bleibe alle Zeit um dich herum.
Er gebe dir ein fröhliches Herz und schenke dir Frieden und Heil.“ (Heinz Pangels)

4. Station: Klasslehrer


- leise Musik
- Arbeitsblätter für jeden Schüler
- Arbeitsanweisungen und Segen auf jeder Bank
- Stifte
Material: Arbeitsblätter, CD-Player, leise Musik, Arbeitsanweisungen auf die Bänke legen und Segen, Stifte bereithalten

1. Nimm dir ein Blatt mit Text, Weg, Steinen, Sternen und Blumen!

2. Schreibe zu den Steinen, was für dich in diesem Schuljahr schwierig war!

3. Schreibe in die Sterne was oder wer dir hilfreich war!

4. Schreibe in die Blumen, was dein Herz erfreute!

5. Suche dir einen Segen aus, den du dir wünschst!

6. Du kannst das Blatt farblich schön gestalten.

7. Wenn du fertig bist, darfst du es mitnehmen als Erinnerung an diesen Gottesdienst. Vielleicht findest du einen passenden Platz dafür.

Schöne Ferien und komme gesund wieder!
Das Gottesdienstteam: Herr Zückert, Frau Ströbel und Frau Weier


In Gottes Hand

Gott halte dich in seiner Hand,
wenn die Klippen steil sind.
Gott halte dich in seiner Hand,
wenn die Nacht trostlos ist.
Gott halte dich in seiner Hand auf dem Weg,
den du beschreitest.
Gott halte dich in seiner Hand
Und sei zu deinen Häupten.


Die Straße des Lebens

Mögen Zeichen an der Straße deines Lebens sein,
die dir sagen, wohin du auf dem Wege bist.
Mögest du die Kraft haben,
die Richtung zu ändern,
wenn du die alte Straße
nicht mehr gehen kannst.

Wenn du hinausgehst

Wenn du hinausgehst,
mögest du nicht straucheln;
wenn du hinausgehst,
mögest du dich nicht verirren,
denn du stehst unter dem Schutz dessen,
der die Welt in den Armen hält.

 

Schulpastoral