Meditation vor Prüfungen – Vertrauen in die eigenen Ressourcen

 

Material: Tuch, Kerze, 4 Bilder eines Berggipfels, Steine....

Vorbereitung: Stuhlkreis stellen, Matten bereitlegen, unterschiedlich farbige Kopien

 

1.    Begrüßung im Kreis

 

2.   Bildimpuls: Gedanken zu dem Bild: Prüfung ist wie das Ersteigen eines Berges.... schwierig, mühevoll, aber man will hinauf.

Warum? Aussichten – andere Optionen entwickeln sich... Ausblicke und Chancen entdecken und wahrnehmen

 

3.   Vor dem Aufstieg ist wichtig zu überlegen, was will ich mitschleppen? ® Ss nehmen sich einen Stein und sagen, welchen Ballast sie nicht mitnehmen wollen

 

4.   Ein Bergsteiger erklimmt einen solchen Berg. Er kann von dem Berg einiges lernen. Vielleicht kannst du auch für deine Prüfung einiges von einem Berg lernen. Dem spüren wir in einer Fantasiereise nach.

 

5.   Fantasiereise.. s. Klaus Vopel, Meditationen für Jugendliche, Salzhausen 2008, S. 83 „Der Berg“

 

6.   SS erhalten die Möglichkeit, auf Blumen ihre Ressourcen und Kräfte aufzuschreiben.

 

7.   Treffen im Kreis...

 

8.   Wer will, kann sich zur Fantasiereise – zu seinen Kräften äußern

 

9.   Segen


nach einem irischen Segen:

 

Unser Wunsch für Euch ist dieser:

Möget ihr dankbar bewahren in euren Herzen

die kostbare Erinnerung der guten Dinge in eurem Leben.

 

Dass ihr mutig steht in eurer Prüfung,

wenn das Kreuz hart auf euren Schultern liegt,

wenn der Gipfel, den ihr ersteigen sollt, unerreichbar scheint.

 

Dass jede Gottesgabe in Euch wachse und sie euch helfe,

die Herzen derer froh zu machen, die ihr liebt.

 

Dass ihr immer einen Freund habt, der Freundschaft wert und der euch Vertrauen gibt, wenn ihr euch einsam und überfordert fühlt und Kraft braucht.

 

Dass ihr mit  ihm den Stürmen standhaltet

und ihr den Gipfel doch erreicht.

 

Und dass in Freud und Leid ihr euch geborgen Fühlt,

euch auf eure Fähigkeiten verlassen könnt,

die Gott euch geschenkt hat.


Setz dich bequem hin und atme dreimal tief aus. Schließ deine Augen und stell dir einen Berg vor. Du kannst dir einen Berg vorstellen, den du kennst, oder einen Berg, den du dir spontan einfallen lässt. Lass es ein Berg sein, der dich ganz persönlich anspricht... Bemerke die Sil­houette vor einem blauen Himmel; sieh den Gipfel und den Fuß des Berges,  sieh seine steilen oder sanften Abhänge; betrachte die gewaltige Masse des Berges, seine Unerschütterlichkeit und seine klare Schönheit…

Mach dir bewusst, wie sehr dieser Berg für dich Stabilität verkör­pert - Würde, Kraft und die Fähigkeit, in der Erde gegründet zu sein und den Himmel berühren zu können.

Vielleicht hat dein Berg eine Kappe aus Schnee und Bäume und Berg­wälder an seinen Flanken; vielleicht hat er oben ein hohes Plateau oder einen vulkanischen Krater.

Nun versuche, das Wesen dieses Berges mit deinem Körper zu emp­finden, so dass dein Körper, der hier im Raum sitzt, eins wird mit dem Berg, den du dir vorstellst. Lass deinen Kopf zum Gipfel des Berges werden, Schultern und Arme zu seinen Flanken, Beine und Gesäß zu den Füßen des Berges...

Spüre in deinem Körper vor allem die senkrechte Achse des Berges, sein Emporstreben, seine Nähe zum Himmel... Dieser Berg bleibt er selbst, am Tag unter der Sonne und in der Nacht unter dem Mond. Licht, Schatten und Farben ändern sich von Augen­blick zu Augenblick, aber der Berg bleibt unverändert... Tag und Nacht, Sonne und Regen wechseln sich ab, aber der Berg bleibt er selbst... Er bleibt ruhig und gelassen im Wandel der Jahreszeiten und des Wetters. Du bist einfach da, auch wenn heftige Stürme um dich toben und der Regen über dich strömt oder wenn du von Schnee und Eis bedeckt bist. Du bist im Herbst da, wenn du einen Mantel aus leuchtenden rotgelben Farben trägst, und im Frühling, wenn deine Wiesen mit Blumen übersät sind und die Bäche des schmelzenden Schnees an deinen Seiten herabfließen... Spüre diese Ruhe und Konzentration in dir, auch wenn sich vieles um dich herum von Augenblick zu Augenblick verändert. Du kannst die Kraft deines Berges benutzen für alle Anstrengungen, die du unter­nehmen musst, und bei allen Risiken, die du eingehen wirst. Der Berg kann dir helfen, dass du Erfolg und Misserfolg, Krisen und Triumphe gelassener erlebst wie das Wetter und die Jahreszeiten, die kommen und gehen. Der Berg kann dir helfen, Gutes und Böses, das dir geschieht, klar zu bemerken und darauf einzugehen. Er kann dich daran erinnern, dass es bei allen Wechselfällen des Lebens in dir ein ruhiges und starkes inneres Zentrum gibt... Nun kannst du dich von deinem Berg verabschieden. Danke ihm, dass er sich dir gezeigt hat. Vielleicht willst du dir vornehmen, von Zeit zu Zeit zu dem Bild des Berges zurückzukehren, um ihn in Zeiten der Unruhe und Belastungen zu fragen, was er dir zu sagen hat... Beginne dich ein wenig zu recken und zu strecken, atme einmal tief aus und öffne die Augen. Sei wieder hier, erfrischt und wach.