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Gestaltete
Mitte mit: Tücher, Teelichter, Rose
Ablauf:
1. Begrüßung und Ankommen
S. dürfen ein Teelicht anzünden und erzählen wofür
sie ihre Kerze anzünden wollen
2. Gedanken zur Rose
SS erzählen was sie mit „Rose“ verbinden, was ihnen dazu
einfallt
3. Überleitung zu Lied
4. Lied: Für mich soll‘s rote Rosen
regnen (Hildegard Knef)
Gedanken dazu:
Für jeden Menschen soll‘s rote Rosen regnen — Jede/r
ist liebenswert —Gerade in der Zeit des Schenkens und Bescbenkwerdens
machen wir uns viele Gedanken, weil wir anderen eine Freude machen wollen
—Materielle Dinge stehen oft im Vordergrund
5. Geschichte „Die Rose“ von Rilke
6. Rose aus Wachs gestalten
7. Abschluss und Segen
Möge der Weg dir freundlich entgegen kommen,
der Wind niemals gegen dich stehen,
Sonnenschein dein Gesicht bräunen
und Wärme dich erfüllen.
Möge immer wieder eine Rose für dich blühen,
die dein Herz erfreut
und dir Freundschaft schenkt.
Und bis wir uns beide wiedersehen
halte Gott dich schützend in seiner Hand.
Eine
Geschichte regt zum Nachdenken an
Rainer Maria Rilke ging in der Zeit seines Pariser Aufenthaltes regelmäßig
über einen Platz, an dem eine Bettlerin saß, die um Geld anhielt.
Ohne je aufzublicken, ohne ein Zeichen des Bittens oder Dankens zu äußern,
saß die Frau immer am gleichen Ort.
Rilke gab nie etwas, seine französische Begleiterin warf ihr häufig
ein Geld¬stück hin. Eines Tages fragte die Französin verwundert,
warum er nichts gäbe. Rilke antwortete: ‚Wir müssten ihrem
Herzen schenken, nicht ihrer Hand“. Wenige Tage später brachte
Rilke eine eben aufgeblühte weiße Rose mit, legte sie in die
offene, abgezehrte Hand der Bettlerin und wollte weitergehen. Da geschah
das Unerwartete: Die Bettlerin blickte auf, sah den Geber, erhob sich
mühsam von der Erde, tastete nach der Hand des fremden Mannes, küsste
sie und ging mit der Rose davon.
Eine Woche lang war die Alte verschwunden; der Platz, an dem sie vorher
gebettelt hat, blieb leer.
Nach acht Tagen saß sie plötzlich wieder an der gewohnten Stelle.
Sie war stumm wie damals, wiederum nur ihre Bedürftigkeit zeigend
durch die aus¬gestreckte Hand.
„Aber wovon hat sie denn in all den Tagen gelebt?“ fragte
die Französin. Rilke antwortete: „Von der Rose“. |